Schlagworte: USP

Delinquenzerzeuger DFB #Pyrotechnik

Der DFB erklärt den Ultra-Szenen in Deutschland den Krieg. So lese ich das, wenn der Verband auf stur stellt und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zur Strafsache stilisiert:

DFB und Ligaverband beenden Diskussion um Pyrotechnik

“Sicherheit hat Priorität”: Generalsekretär Niersbach
Mit einer klaren Absage an Pyrotechnik, der konsequenten Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz sowie der Gründung einer “Task Force Sicherheit” will der deutsche Fußball die Anstrengungen gegen Ausschreitungen fortsetzen.

Das ist eines der Ergebnisse des heutigen Spitzengesprächs zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL) in Frankfurt, an dem DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball sowie DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert, teilnahmen.

Pressemitteilung

Ultrà Sankt Pauli wird der Hans-Frankenthal-Preis verliehen #AlertaNetwork – Hooray!

Gerade gestern habe ich mich im Ofeuer mit @Momorulez darüber unterhalten, dass man sich von dem Engagement und der offenen Denkstruktur unserer Ultràs eine gehörige Scheibe abschneiden kann, da flattert mir heute die frohe Meldung auf den Tisch, dass die Stiftung Komitee Auschwitz USP mit dem Hans-Frankenthal Preis 2011 auszeichnet.

Mit dem Hans-Frankenthal-Preis 2011 werden drei Initiativen ausgezeichnet, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten:

  • das Institut für Kunst und Forschung, Wolfram P. Kastner, Künstler aus München
  • das Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V., Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte
  • die Gruppe Ultrà Sankt Pauli (USP) für das Projekt “Alerta-Netzwerk”
  • Meinen herzlichsten Glückwunsch und tiefen Respekt für euer Engagement und Beharrlichkeit beim Aufbau des Alerta Netzwerkes – und der dem zugrunde liegenden politischen Arbeit am FC SANKT PAULI!

    Der Gruppe Ultrà Sankt Pauli (USP) für das Projekt “Alerta-Netzwerk”
    Aus der Fanorganisation Ultrà Sankt Pauli heraus entstand 2007 das Alerta-Netzwerk als ein internationaler antifaschistischer Zusammenschluss von jetzt 15 Fangruppen aus Europa und Israel. Der Hans-Frankenthal-Preis wird zur Unterstützung der Netzwerkarbeit verliehen. Im Gutachten heißt es: „Die direkte, Aufsehen erregende und vielfältige Art der Aktionen des Alerta-Netzwerks in einem selten von antifaschistischer ÖÖfentlichkeitsarbeit erreichtem Feld sowie die Themenwahl haben uns imponiert. Die Möglichkeiten, die die Schaffung einer Internetpräsenz mit sich bringt, halten wir für Zukunft weisend und notwendig, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung von Gruppen und Einzel- personen die dem neofaschistischem, rassistischem und sexistischem Mainstream in ihrer Umgebung etwas entgegensetzen wollen und bisher nicht im Alerta-Netzwerk beteiligt sein konnten.“
    Der Gruppe wird ein Drittel des Preisgeldes 2011 zuerkannt.

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    Kein organisierter USP-Support in Frankfurt

    Ultrà Sankt Pauli hat bekannt gegeben, dass es in Frankfurt gegen die Eintracht keinen organisierten Sound- oder Bannersupport geben wird. Damit protestiert USP gegen die überhand nehmende Repression von Fußball, auch wenn Frankfurter Fans diesmal Ziel einer DFB-Strafe sind.

    Die Kriminalisierung von Fußballfans und das Umdrehen des Einzeltatbestandes in eine Form der Kollektivhaftung ist in der Tat eine schlimme Entwicklung.

    “Wo auch immer du von Sicherheit und Ordnung hörst, da stirbt ein Teil Fußballkultur und dort werden Menschen gedemütigt!”

    USP-Erklärung

    Bunte Südtribüne

    Die Südtribüne des Millerntor-Stadions erstrahlt in den magischen Farben, braun, weiss und rot. Bunt, so wie die Kurve, auch die beteiligten Fan-Organisationen AFM, USP und Skinheads St. Pauli. 1,6 km Krepp-Band später erstrahlt sie – solange bis Menschen auf ihr stehen ;)

    Dazke!
    Foto und Via: Gazzetta d‘Ultrà

    2011/2012 Saison-Dauerkarten Süd nur für Inhaber und Vordrängler

    Update: Dauerkarten 2011/2012

    Ich bin konsterniert, weiß ehrlich noch nicht richtig, wie ich auf die Ankündigung reagieren soll, dass die Vergabe der Saisonkarten für die Südkurve nun so verlaufen soll, wie in all den anderen verkrusteten Kurven auch, Saisonkarten für die Bundesliga-Saison 2011/2012 soll es lt. einem Flyer (1/2) nur für diejenigen geben, die bereits eine Saisondauerkarte besitzen. Imho ein Skandal! Weiterlesen

    Imageprobleme (2004 vs 2010)

    “Wer mit seinem Image solche Gestalten anlockt, hat definitiv ein Imageproblem” erlese ich mir bei Rene Martens in einem Stück für die taz Nord aus 2004. Zur aktuellen Toleranz-Diskussion auf den Business-Seats eine lohnende Lektüre.

    p.s. habe heute Herrn Schulte auch noch mal telefonisch mein Mißfallen zu seinem Mopo Interview (Link sei hiermit nachgereicht) ausrichten lassen. Jeky hat das in ihrem Blog auch getan.

    Keine Toleranz den Respektlosen, Herr Schulte!

    Helmut Schulte gehört, so wurde es mir erzählt, zu denen, die in Sponsorenrunden betonen, dass der FCSP ein ganz normaler Fussballverein sei. Fast scheint es so, als schäme er sich für das kantige Singen und das ewige Streiten, das, was Sponsoren in seinen Augen abschrecken mag, für mich Ausdruck von kultureller Sinnstiftung ist.

    Ganz abgesehen davon, dass Helmut Schulte Ursache und Reaktion wohl bewusst vermischt, wenn er für das respektlose Abwandern der Businesskasper am letzten Spieltag, Respekt einfordert, und den Stehern in der Süd, namentlich USP Intoleranz vorwirft, zeigt er eine schlimme Attitude, gegen die sich die “ihr seid scheisse, wie der hsv” ja gerade richtet, nämlich das Erleben am Millerntor als Event, als Servicedienstleistung, der ich genauso die Aufmerksamkeit entziehen darf, wie dem Fernsehprogramm oder dem Bettler am Dammtor.

    NEIN, Helmut, wenn hier jemand Respekt zu zollen hat, dann diese Herrschaften, unseren Boys in Brown und der Kultur des Millerntor gegenüber, die glücklicherweise solche Reaktionen noch kennt!

    Präsidium erobert die strategisch wichtigen Südhänge des Millerntor zurück

    Es war strategisch eine der schwersten Niederlagen, die die organisierte Fanschaft im Ringen um die bedeutungsvollen Südhänge des FC St. Pauli Stadions erlitten hat. Fans waren dort auf Fans getroffen, hatten sich verbale Scharmützel und dem Verein die Vorlage geliefert, vollends alle Macht über die bis dato lebendig-streitsame Südtribüne wieder an sich zu reißen.

    Die Fans haben sich nach intensiver Aufarbeitung beim vergangenen Heimspiel gegen den FC Augsburg weitestgehend versöhnt (ich auf jeden Fall, persönlich und magisch, wie das bei St. Pauli eben so ist), der Süden ist aber dennoch verloren – und das ist die eigentliche Tragik dieses Frühjahrs:

    Am letzten Freitag, den 16. April, hat das Präsidium Vertretern des Fanladens in einem Gespräch mitgeteilt, dass das von Fanladen, USP und Verein gemeinsam betriebene Projekt „Ab in den Süden“ ab sofort beendet sei. Dies nehmen wir zur Kenntnis. Wir sind abermals erschrocken, wie das Präsidium mit dem Fanladen und den organisierten Fans unseres Vereins umgeht! Auf unseren Hinweis, dass es eine von allen Seiten unterzeichnete Absichtserklärung gibt und darüber hinaus eine von drei Parteien nicht mit am Tisch sitzt, wurde uns nur entgegnet, das sei nun eben so.

    » die ganze Stellungnahme des Fanladens

    Nachhaltig tragisch ist die ganze, als Disziplinarmaßnahme verkaufte, Rückbesetzung, weil das Konzept “ab in den Süden” einen wesenhaften Kontrapunkt zur Prosecco-Tribüne darstellt, immens wichtig für den vereinsinternen Diskurs. Ich persönlich plädiere dafür, das Konzept “selbstverwaltete Fankurve” nun über formale Gremien, wie die AFM (Abteilung Fördernde Mitglieder) im Verein durchzusetzen. Attacke!

    Repost: Zum Spiel vs. HRO #USP

    Der originale Aufruf zum 5min-Boykott der Südkurve ist im USP-Blog nicht erreichbar. Schon den ganzen Tag nicht.
    Um dieses wichtige Dokument nicht dem Google-Cache allein anzuvertrauen, poste ich es ein 2. Mal hier – in der Annahme, dass es diesen Aufruf so auch als Flyer gegeben hat, er also quasi Mitteilungscharakter hat:

    Zum Spiel vs. HRO Weiterlesen

    Ultra Sankt Pauli ohne Choreo gegen Hansa Rostock

    Wie eigentlich bei jedem Heimspiel des FC St. Pauli habe bei den letzten Heimspielen auch für die Choreo der USP gegen Rostock gespendet, wer sich noch an letztes Jahr erinnert, weiß, wie schön die werden können. Nun lese ich bei USP2002, dass die Choreo dieses Jahr ausfallen soll. Zum einen sicher, weil eine Ultra-Choreografie ja sich auch immer an die Gäste wendet, die ja nu diesmal fehlen – zum anderen als Protest dagegen, dass letztlich der FC St. Pauli mitverantwortlich ist, für die massive Fanrechte-Diskussion der letzten Tage.

    “Aus diesem Grund ist heute der falsche Tag zum feiern. Deshalb haben wir uns gemeinsam entschlossen, die stadionübergreifende Choreo heute ausfallen zu lassen. Dies fiel uns nicht leicht, da die Spendensammlung sehr erfolgreich war und wir uns Euch gegenüber deshalb auch in der Pflicht fühlen. Es ist aber nötig um heute deutlich zu machen, dass wir diese weitere Beschränkung der Fanrechte nicht einfach so hinnehmen können und wollen. Stattdesssen wird es heute nun vor allem Protestaktionen gegen diese Regelung geben!”