Schlagworte: St. Pauli

ESSO-Häuser: Keine Investoren-Veranstaltung am Millerntor!

Esso Häuser

Was haben ACTA und die Bayrische Hausbau und Corny Littmann gemeinsam? Sie scheuen den öffentlichen Diskurs, möchten lieber alles schön kontrolliert im Hinterzimmerchen ausklüngeln und dann die interessierte und tlw. involvierte und betroffene Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen stellen. Das ist sooo 90er und erregt schon in seiner arroganten Abschottung Widerspruch. Wenn sich dann die Gentrifizierer von Sankt Pauli am Millerntor treffen wollen, gibt es verständlicherweise Widerstand:

grillfest esso haeuser

Anfang Februar ließ die Bayerische Hausbau die Verhandlungen um die Zukunft der Esso Häuser auf der Reeperbahn platzen und verkündete gegen den Willen der AnwohnerInnen den Abriss und Neubau der Häuser in Angriff zu nehmen. Kritik an dieser Entscheidung gab es nicht nur von der Initiative Esso-Häuser, sondern auch von Seiten der Lokalpolitik. Nun tischt der Investor den nächsten Skandal auf und lädt die BewohnerInnen zum Austausch ins Millerntorstadion. Doch AnwältInnen und PolitikerInnen sollen draußen bleiben! – lese ich bei “Mietenwahnsinn stoppen.

Hamburg macht sich Frühlingsfein

Landgang mit Elbblick

Lutter & Wegner - Hamburg - Elbblick - Weisswein
Lutter & Wegner - Hamburg - Elbblick - Weisswein

Rund um die Meile unter der geilen, an der Elbe längs zum Altonaer Fischmarkt machen die Gastronomen ihre Aussenbestuhlung frühlingsfein. Windschutzglas wird gewienert und der braune Staub von den Stühlen gewaschen. Emsige Betriebsamkeit.

Der FC St. Pauli bekommt einen neuen Rasen – und verspricht von nu an keine Schmuddelspiele mehr. Schön spielen, hoch gewinnen. Oder steigt mir da das Frühlingshoch ins Gemüt? Egal, heraus heute, unten an den Fluß, der unseren magischen Distrikt begrenzt. Wer mag kann seinen Kaffee italienisch verbrämen, oder eine Weißweinschorle geniessen, während der Blick die Elbe hinunter wandert und die Fantasie eine Spielklasse höher.

Im milden Sonnenlicht dieses ersten schönen Märztages kommt einem das gar nicht mehr so unmöglich vor :)

Am 3.3. um 3: S.O.S. St. Pauli Nachbarschafts- und Aktionstreffen

S.O.S. St. Pauli Nachbarschafts- und Aktionstreffen, 03.03.2012, 15 Uhr

Die Vorkommnisse der letzten Wochen in St. Pauli haben sicherlich die meisten von Euch mitbekommen. Das S.O.S. St. Pauli Bündnis lädt nun für kommenden Samstag zum Nachbarschafts-, Aktions-, Austausch-, Handeln-Treffen. Alle sind herzlich eingeladen!

Samstag, 3.3.2012
15 Uhr
Kölibri [Hein-Köllisch-Platz 12]
Weiterlesen

Frozen St. Pauli Girl

Der Winter hat sich heute in einen kleinen Frühling verwandelt. Auf Sankt Pauli wars fast 15 Grad wärmer, als noch gestern. Das wird die Damen in Moonboots gefreut haben, auch wenn wegen des Alster-Eisvergnügens weniger Touristen auf den Kiez strömen werden am Wochenende.


Dieses St. Pauli Girl, nicht verwandt mit dem amerikanischen Bier-Hoax, fiert auf jeden Fall auch. Trotz der strahlenden Wintersonne über der Elbe.

St. Pauli wird “Business Improvement District” (BID) – omg WTF?

Die Idee hinter dem Business Improvement District kommt aus den USA, weiss wikipedia, und ist ursprünglich eine Reaktion auf das zenrale Produktmarketing von Einkaufzentren, denen innerstädtische Bereiche nicht viel entgegenzusetzen hatten*. Nun soll unser St. Pauli auch einer werden, ein Distrikt in denen man die Geschäfte verbessert.

Die Idee ist, laut BILD.de, für St. Pauli nicht neu und soll im Februar dem Senat vorgelegt werden. Aber wer sind denn die “Geschäftsleute”, die sich da zusammenschliessen und drei Millionen Euro investieren wollen. Und wohin?

Dem Projektblatt bei Hamburg.de “bid st. pauli projektblatt” ist nicht viel zu entnehmen.

Wo frage ich mich, liegt die Konkurrenz zu St. Pauli? Was wollen die Quartiersmeister in Sachen “Sauberkeit” oder “Beschilderung” anders machen? Ist das ein weiterer Schritt weg vom Wohnbezirk St. Pauli?

Was meint ihr?

*wikipedia:

BIDs wurden in nordamerikanischen Innenstädten als Reaktion auf die wachsende Konkurrenz durch Einkaufszentren entwickelt. Einer der Vorteile von Einkaufszentren gegenüber den gewachsenen Innenstädten ist, dass sie ein zentrales Management haben, das für eine gesunde Einzelhandelsstruktur sorgt, ein sauberes und einheitliches Erscheinungsbild wahrt und Werbemaßnahmen der Mieter koordiniert. Diese Eigenschaften von Einkaufszentren sollten durch BIDs auch Innenstädte erreichen. Das erste BID wurde 1970 in Toronto (Kanada) eingerichtet: Bloor West Village gilt heute als eine der BID-Erfolgsgeschichten.
Aufgrund ihres Erfolgs in Nordamerika gelten sie auch in Deutschland als zukunftsträchtiges Stadtentwicklungskonzept. Das erste BID in Deutschland wurde im Februar 2005 in Hamburg-Bergedorf beantragt, bewilligt und inzwischen erfolgreich umgesetzt. Ein weiteres prominentes deutsches Beispiel ebenfalls aus Hamburg ist der Neue Wall.

… weiter findet sich bei bid.de:

Die Idee hinter den BID-Modellen ist unter anderem die Abbildung von center-adäquaten Bedingung im innerstädtischen Bereich. Vor dem Hintergrund der wachsenden Konkurrenz durch Einkaufscenter sollen die Vorteile der Center (z.B. Sicherheit-Sauberkeit-Service, PKW-Erreichbarkeit, komplettes Angebotssortiment) mit denen der innenstädtischen Lage (wie etwa vielfältige (auch nicht-kommerzielle) Nutzungen der öffentliche Räum, ÖPNV Anbindung, gewachsene Strukturen und Flair) ein Verbindung gebracht werden. Letztendliches Ziel ist die Rückgewinnung und Bindung von Kunden, Besuchern und Mietern und damit die Erhaltung innerstädtischer Funktionsvielfalt einschließlich Dienstleistungs- und Wohnnutzungen.

Integration in eine pluralistische Gesellschaft – Quo Vadis Sankt Pauli?

Ich würde wetten, dass 95% der Leser_innen, die diesen Text für eine Polemik halten, weiß sind.

Fassen wir zusammen: Millionen von Weißen Deutschen verweigern die Integration in eine pluralistische Gesellschaft, durch eine christlich geprägte Kultur tendieren Weiße Deutsche überproportional dazu, als soziale Akteur_innen in pluralistischen Räumen diskriminierend zu agieren.

… besonders der Aspekt des Festhaltens an “christlichen Mythen”, sollte in uns allen, die wir am Montag am Radio oder am Millerntor die Diskussion “Warum bist Du bei Sankt Pauli” mitverfolgt oder geführt haben, einen Nachhall verursachen …

Schreiber Abschreiben – „ZOMIA BLEIBT“-DEMO 5.11. AM MILLERNTORPLATZ

Wie das SPD-Bezirksestablishment über Menschen denkt, die keine Werber oder Investoren sind, und wie es sie behandelt, ist ja spätestens seit dem Obdachlosen-Zaun an der Kersten-Miles-Brücke oder der Räumung des Bauwagenplatzes Bambule offenkundig. Widerstand gegen diese Form der Menschenausgrenzung und Willkür erscheint da Bürgerpflicht.

Der Autor unterstützt deswegen den Zeckensalon Sankt Pauli in seinem Aufruf zu einer lauten und viel-kehligen Demonstation gegen Schreibers Politik:

„ZOMIA BLEIBT“-DEMO 5.11. AM MILLERNTORPLATZ Weiterlesen

St.Pauli hier, St.Pauli da, St.Pauli ist einfach wunderbar! (Bericht aus Kopenhagen)

Dies ist der erste von hoffentlich mehreren Beiträgen, die mir die Betreiber der Minibar St. Pauli aus Kopenhagen zusandten. Viel Spaß – “En masse sjov at læse, når”

Das St.Pauli einen starken Anhang in Hamburg und Umland hat bedarf keiner Frage, auch weiß man von verschiedenen Bars in Köln, München, Berlin, etc. aber im Ausland? Ja im Ausland!

Neben den East River Pirates in New York, welche ihr ‘St.Pauli’ in der East River Bar in Williamsburg genießen, gibt es nun auch ein weiteres Domizil in Europa für die St.Pauli Familie – in Herzen von Kopenhagen. Denn die größte Fangemeinde des FC St.Pauli, außerhalb von Deutschland, findet man in Dänemark. Auf knapp 100m2 treffen sich die St.Pauli Fans, ebenso wie Sympathisanten des Clubs.

An Spieltagen versammeln sie sich um die Spiele zu schauen und an restlichen Tagen um ihresgleichen zu finden. Weiterlesen