Schlagworte: Demo

Das Rostock-St.Pauli Dilemma – Gemeinsam für Fanrechte und Gegen Nazis, geht das?

Eat Nazis Aufkleber in Ottensen
Eat Nazis Aufkleber in Ottensen
UPDATE: OVG Hamburg weist Widerspruch gegen Verbotsverfügung zurück: somit darf der FC St. Pauli an Hansa Rostock KEINE Gästekarten abgeben!
(via HA mobil)

Am kommenden Wochenende spielt der magische FC gegen Hansa Rostock. Und wird sie hoffentlich sportlich versenken. Soweit so gut. Gleichzeitig steckt St. Pauli und seine Fanschaft aber in einem handfesten Dilemma: Zum einen kämpfen Anhänger des FC Hansa Rostock mit einer Demo gegen Polizeiwillkür und das Aussperren eines gesamten Gästeblocks (Stichwort “Verbotsverfügung”) für ein Anliegen, dass viele Sankt Paulianer_innen teilen. Andererseits muss man davon ausgehen, dass unter den anreisenden Rostockern sich Menschen befinden, die sich angesprochen fühlen sollten, wenn wir “Nazis raus” fordern.

Ein Dilemma, das ausgerechnet vor unserem antifaschistischen Wohnzimmer “Jolly Roger” stattfinden soll.

Nach Angaben der Hamburger Polizei erwartet der Veranstalter, dass bis zu 2000 Anhänger des F.C. Hansa Rostock zu dem Protestmarsch nach Hamburg kommen. Nach Informationen der BILD-Zeitung sollen auch HSV-Hooligans vorhaben, sich dem Demonstrationszug anzuschließen. (Quelle: HA)

Eine schlimme Vorstellung. Und nu?

Demo: Matthiae-Mahl 2012: Solidarität mit Griechischer Bevölkerung statt Hofierung der “Eliten”

Der sozialdemokratische Bürgermeister Olaf Scholz lädt am 24.2.2012 zum Festessen ins Hamburger Rathaus ein. Ein Hamburger Bündnis protestiert am gleichen Tag um 17 Uhr auf dem Jungfernstieg, höhe Reesendammbrücke, gegen die Hofierung der “Eliten” aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf Kosten der Allgemeinheit und solidarisiert sich mit denjenigen, die sich momentan in Griechenland gegen die Troika-Politik wehren. Weiterlesen

Schreiber Abschreiben – „ZOMIA BLEIBT“-DEMO 5.11. AM MILLERNTORPLATZ

Wie das SPD-Bezirksestablishment über Menschen denkt, die keine Werber oder Investoren sind, und wie es sie behandelt, ist ja spätestens seit dem Obdachlosen-Zaun an der Kersten-Miles-Brücke oder der Räumung des Bauwagenplatzes Bambule offenkundig. Widerstand gegen diese Form der Menschenausgrenzung und Willkür erscheint da Bürgerpflicht.

Der Autor unterstützt deswegen den Zeckensalon Sankt Pauli in seinem Aufruf zu einer lauten und viel-kehligen Demonstation gegen Schreibers Politik:

„ZOMIA BLEIBT“-DEMO 5.11. AM MILLERNTORPLATZ Weiterlesen

St. Pauli für Anti AKW #antiakw – Jetzt!

Großdemonstrationen am 26. März 2011:

St. Pauli demonstriert mit!

Die schrecklichen Ereignisse in Japan machen uns fassungslos. Die Reaktorkatastrophe in Fukushima führt auf erschütternde Weise vor Augen: Es gibt keinen Schutz vor dem nuklearen Restrisiko. Nach Fukushima kann es nur eine Konsequenz geben: Atomkraft abschalten! Drei Monate sieben Atomkraftwerke stillstehen lassen, wie dies Schwarz-Gelb ankündigt, reicht nicht!
Für kommenden Samstag, den 26. März rufen wir zu vier Großdemonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München auf. Mit zehntausenden Menschen demonstrieren wir für das endgültige Aus der Atomenergie.

Ablauf:
Demonstration in Hamburg

ab 11:30 Uhr: Treffen Dammtor/ Mittelweg
(Vorsicht: Komplettausfälle der S-Bahn am 26.03. Richtung Dammtor)

12 Uhr: Abmarsch der Demonstration
Demoroute: Mittelweg, Alsterglacis, Lombardsbrücke, Glockengießerwall,
Steintorwall, Mönckebergstraße, Rathausmarkt

14 Uhr: Beginn der Kundgebung auf dem Rathausmarkt
14.15 Uhr: Schweigeminute für die Opfer in Japan

Redner_innen bei der Kundgebung:
Propst Jürgen F. Bollmann, ständiger bischöflicher Stellvertreter
Hartmut Meine, IG Metall
Dr. med. Martin Sonnabend, IPPNW
Aglaia Abel, Robin Wood
Jochen Stay, .ausgestrahlt
Felix Pithan, Kampagne Castor? Schottern!
Wolfgang Ehmke, BI Lüchow – Dannenberg

Für musikalische und künstlerischer Unterstützung sorgen Rantanplan,
Alma Hoppe, die Sterne und Jan Plewka (singt Rio Reiser)

Millerntor Rouge – beeindruckende sozialromantische Fan-Demo beim FCSP-Heimspiel

“Bring back, bring back, oh bring back Sankt Pauli to me”

Jolly Rouge – Bring back St. Pauli!
-Foto: Bianca Becker

Es war eine beeindruckende Demonstration von Liebe und Leidenschaft, und es hat mir selten soviel Spaß gemacht zu demonstrieren, wie beim “Bring Back St. Pauli”-Singen am Millerntor gestern. Es war der vorübergehende Höhepunkt einer Protestbewegung, die sich nach der Niederlage gegen Mainz kurz vor Weihnachten über Blogs und Foren in der Sozialromantiker-Ini kumulierte, dann online an Dynamik gewann und sich real in roten Jolly Rogers, tausenden Jolly Rouges, in Form von Flaggen, Pappen, Mützen und T-Shirts am Millerntor manifestierte. Alle Kurven rot. Die Süd, die Gegengerade, die Nord und große Teile der Haupttribüne waren rot-schwarz – was schon Stunden vor dem Anpfiff zu lustigen Verwechslungen bei den Freiburger Fans führte.

Das Herz von St. Pauli hatte Herzblut durchzupumpen begonnen, dass es Herrn Stenger den Kopfschmuck lupfen ließ vor Respekt. Wieviel der Wert ist, kann man am Dienstag bei der turnusmäßigen Sitzung des ständigen Fanausschusses erfragen … es läutet zur 2. Runde. Weiterlesen

Pressemitteilung: Demonstration „BRING BACK SANKT PAULI – RECLAIM YOUR VIERTEL“ für den 15.01.2011 geplant. Start am 15.01. um 18h auf dem Südkurven-Vorplatz des Millerntor-Stadions.

Pressemitteilung: Demonstration „BRING BACK SANKT PAULI – RECLAIM YOUR VIERTEL“ für den 15.01.2011 geplant. Start am 15.01. um 18h auf dem Südkurven-Vorplatz des Millerntor-Stadions.

Angesichts der zunehmenden Kommerzialisierung rumort es momentan nicht nur innerhalb der Fanszene vom FC Sankt Pauli gewaltig – vielmehr ist das ganze Viertel von einer zunehmenden Ökonomisierung betroffen. Die Anwohnerin Sara Clandestino erklärt: „So wie sich zunehmend die Gesichter verändern, denen du hier auf der Straße begegnest, so verändert sich auch das Gesicht am Millerntor: Sind mit der sogenannten Gentrifizierung die Mieten auf Sankt Pauli derart explodiert, dass viele Menschen an den Stadtrand gedrängt werden, so werden auch im Zuge steigender Ticketpreise immer mehr Menschen aus dem Stadion getrieben.“ Und tatsächlich: Anstatt vermehrt bezahlbare Steh- und Sitzplätze zu bauen, hat das Millerntor-Stadion schon jetzt mehr Business-Seats als die Allianz-Arena des großen FC Bayern.

Zur Situation beim FC Sankt Pauli

Der Verein bemüht sich offensichtlich nicht mehr darum, sich an den Bedürfnisse und Interessen von MitgliederInnen, Alteingesessenen und jungen Fans zu orientieren. Auf der Suche nach immer neuen Absatzmärkten und Umsatzsteigerungen scheinen die gemeinsam zwischen Fanszene und dem Verein ausgehandelten Kompromissen zunehmend auf der Strecke zu bleiben. „Die Symptome sind doch allgegenwärtig: Ob ein Getränk mit dem Namen ´Kalte Muschi´ als offizieller Vereinssponsor oder eine Loge, wo bei jedem Tor eine Tänzerin die Hüllen fallen lässt… Es wird deutlich, dass der Verein hier ganz eindeutig gegen die eigenen Leitlinien verstößt. Und diese Liste ließe sich um zahlreiche weitere Punkte ergänzen“, betont Philip Koste aus dem Vorbereitungsbündnis.

Zur Situation im Viertel

Es ist wichtig, die Entwicklung um den Verein nicht getrennt von den Veränderungen im Stadtteil zu betrachten. Denn der Stadtteilverein Sankt Pauli ist untrennbar mit seinem Viertel verwoben. Ob nun die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße, die Räumung des Bauwagenplatzes Bambule im Karoviertel oder der geplante Neubau des Sport-Doms in den 90ern: Die Proteste wurden immer von dem Stadion in den Stadtteil und auch umgekehrt vom Viertel ins Stadion getragen. „Besonders dieser Stadtteil wird immer weiter nach ökonomischen Kriterien durchgestylt. „Menschen, die den Stadtteil Sankt Pauli ausmachen und den Verein in den letzten beiden Jahrzehnten so stark geprägt haben, bleiben bei dieser Entwicklung auf Strecke: Viele von ihnen mussten schon umziehen oder können sich zunehmend ihre Mieten nicht mehr leisten“ führt Sara Clandestino aus. Aktuell wird dieser Prozess der Verdrängung an verschiedenen Großprojekten deutlich. AnwohnerInnen wehren sich zum Beispiel dabei entschlossen gegen das von Investoren geplante “Bernhard-Nocht-Quartier”. Auch die unmittelbaren NachbarInnen und Gewerbetreibende der sogenannten „Esso-Häuser“ sind von Plänen eines Großinvestors betroffen.

Ob die „Tanzenden Türme“, eine geplante St. Pauli Music Hall, das Riverside Hotel oder auch der leer stehende „Astra-Turm“: Für viele ist in dieser „schönen neuen Welt“ auf Sankt Pauli kein Platz mehr. Weiterlesen

Bring Back St. Pauli – Reclaim Your Kiez

Nicht nur beim FC Sankt Pauli rumort es gerade gewaltig in der Fanszene über eine zunehmende Kommerzialisierung – vielmehr ist auch ein ganzes Viertel von einer zunehmenden Ökonomisierung betroffen. Zählte der Stadtteil Sankt Pauli noch vor einigen Jahren zu den ärmsten Stadtteilen in Deutschland, ist er für viele Menschen tatsächlich unbezahlbar geworden. Es wird Zeit diesen Entwicklungen gemeinsam entschieden entgegenzutreten!

BRING BACK SANKT PAULI – RECLAIM YOUR VIERTEL! Weiterlesen