Kategorie: Visit St. Pauli

Innensenator Neumann und die Polizei von Schilda

Es ist nicht auszuschließen, dass nachfolgende Generationen dem SPD-Senat in Hamburg und der Hamburger Polizei manische Bewusstseinsspaltung attestieren. Sollte Innensenator Neumann schreiend und um sich schlagend aus seiner Senatskanzlei abgeführt werden, mich würde es nicht wundern. Zu absurd ist das, was seine Polizei und die Verwaltungsrichter in Hamburg zum Nordderby des FC St. Pauli gegen Hansa Rostock veranstalten.

Da wird zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesliga präventiv einem Gästeverein verboten anzureisen, indem dem Heimverein, dem FC St. Pauli, per Verbotsverfügung untersagt wird, Gästetickets auszustellen. Begründet und bestätigt von Verwaltungsgerichten wird das damit, dass dies die einzige Möglichkeit sei Sicherheit und öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Gäste wehren sich, und wollen dagegen in St. Pauli protestieren. Dies wird der Fanszene von Rostock nu untersagt. Nun, da keine Rostocker kommen dürfen, sollte die paranoide Beamtenseele seine Ruh haben. Hat sie aber nicht. Nu wird der Stadtteil St. Pauli noch zum Gefahrengebiet erklärt, was unter anderem ALLE in diesem Gebiet sich befindenden Bürger wichtiger Rechte beraubt, der Sicherheit wegen, die ja aber eigentlich gewährleistet sein sollte, denn zur Gefahrenabwehr hat man ja ursprünglich die Rostocker einmal ausgesperrt. Also muss man zu dem Schluss kommen: Wo die Polizei verfügt, ist Gefahr im Verzug.

“Herr Innensenator, diese St. Paulianer sind dran, sie wollen Sie an ihren Taten messen”, ruft die Referentin verzweifelt, “Blllll, Bllll”, dringt aus dem Zimmer des Innensenators. Der Bürgermeister hat das Handy aus und den Hörer lange daneben gelegt. Frau Leuthäuser-Schnarrenberger sei auch noch in der Warteschleife, sie tobe fast lauter, als diese Männer vom FCSP.

Es ist Freitag Abend, um 19:10, als der Senatssanitäter die Kollegen in der Geschlossenen anruft, der Innenminister droht, die Verfügung aufzuheben, er sei seelisch erschöpft heisst es und er murmelte, “Taten, Taten, an ihren Taten sollt ihr sie erkennen”, als die Polizei ihn nach Ochsenzoll geleitet.

Was bedeutet ACABAB? #acabab

Aus gegebenem Anlass und weil uns immer wieder Fragen erreichen, was denn die Abkürzung, das Tag ACABAB bedeuten, hier ein Erklärungsversuch:

ACABAB

kann viele Bedeutungen haben, die beiden häufigsten sind zum einen die Hexadezimale Beschreibung eines Farbwertes, wonach #ACABAB dem Farbwert eines mittelhellen Grau entspricht. Der Bezug zu Hamburg ergibt sich zur Farbe des Hamburger Himmels über das Jahresmittel. Die häufigere Interpretation dieser Abkürzung ist eine satirische.

ACAB
ACAB Schriftzug am Millerntor (Polizeiwache DOM)
Hierbei wird eine polemisch überhöhte Kritik an Polizeiwillkür, die aus dem englischen Sprachraum stammt, “ACAB” – All Coppers Are Bastards – was im Deutschen soviel heisst, wie “Alle Bullen sind Doof” – noch einmal polemisch verarbeitet, indem auf Sankt Pauli hinzugefügt wird, dass das selbstverständlich NICHT für aktuelle Mittelfeldspieler des FC St. Pauli gilt: AB – AUSSER BOLL.

ACABAB kann also ein Hinweis darauf sein, dass “alle Boys in Brown graue Mäuse sind, ausser Boll”. Oder dass der Absender ausdrücken möchte, dass Polizisten doof sind, alle, ausser Boll eben. All Coppers Are Bastards Ausser Boll – Klar soweit?

(In diesem Blog wird offiziell die erste Lesart verwendet, Herr Innensenator. Genauso, wie ihre Polizei Verbotsverfügungen und Pfefferspray ausschließlich zur Gefahrenabwehr einsetzt)

Jonas Frank,Willkommen als Interims-Stadionsprecher

Rainer Wulff wird am Sonntag definitiv ausfallen, auch Dagmar Grigoleit, seine Vertreterin. Also suchte der Verein einen Ersatz außerhalb etablierter Sprecher_innen, und präsentiert mit Jonas Frank eine Alternative mit Perspektive.

Ich habe Jonas Frank persönlich kennengelernt, als wir einen Verein gründen wollte, nein, keinen Fußballverein. Dieser Platz ist bei ihm genauso vergeben, wie bei mir.

Wir waren uns sehr sympathisch, und nicht nur deshalb Drücke ich ihm für morgen alle Daumen. Einem Freund von mir haben sie beim Vorstadtverein mal übel mitgespielt, als er dort Stadionsprecher werden sollte. Das sollte bei uns nicht passieren, aber nervös wird Jonas wohl sein. Deswegen nochmal: Willkomenn am Millerntor, lieber Jonas. Immer locker bleiben, dann wird’s schon :)

Hamburg macht sich Frühlingsfein

Landgang mit Elbblick

Lutter & Wegner - Hamburg - Elbblick - Weisswein
Lutter & Wegner - Hamburg - Elbblick - Weisswein

Rund um die Meile unter der geilen, an der Elbe längs zum Altonaer Fischmarkt machen die Gastronomen ihre Aussenbestuhlung frühlingsfein. Windschutzglas wird gewienert und der braune Staub von den Stühlen gewaschen. Emsige Betriebsamkeit.

Der FC St. Pauli bekommt einen neuen Rasen – und verspricht von nu an keine Schmuddelspiele mehr. Schön spielen, hoch gewinnen. Oder steigt mir da das Frühlingshoch ins Gemüt? Egal, heraus heute, unten an den Fluß, der unseren magischen Distrikt begrenzt. Wer mag kann seinen Kaffee italienisch verbrämen, oder eine Weißweinschorle geniessen, während der Blick die Elbe hinunter wandert und die Fantasie eine Spielklasse höher.

Im milden Sonnenlicht dieses ersten schönen Märztages kommt einem das gar nicht mehr so unmöglich vor :)

No BNQ – St. Pauli fordert Baustopp für das Bernhard-Nocht-Quartier (#BNQ)

SOS St. Pauli fordert Baustopp
SOS St. Pauli fordert Baustopp
Stadtteilversammlung fordert Baustopp für das Bernhard-Nocht-Quartier

St. Pauli, 3.3.2012. Nachbarinnen und Nachbarn haben bei einem Stadtteiltreffen im völlig überfüllten Kölibri abgestimmt:
“Die Bau- und Abrissarbeiten am Bernhard-Nocht-Quartier müssen sofort gestoppt werden!”
Dafür: 95 Stimmen
Gegenstimmen: keine
Enthaltungen: keine

Fakt ist: Die Investoren Köhler & von Bargen haben am 17. Februar ohne Abrissgenehmigung oder Abrissverfügung Tatsachen geschaffen. Nach dem Einsturz der Seitenwand des denkmalgeschützten Gründerzeithauses in der Bernhard-Nocht Straße 85/87 war der noch am selben Tag begonnene Abriss illegal. Das Amt für Denkmalpflege hat Anzeige erstattet: “Es besteht der Verdacht, dass gegen anerkannte Regeln der Technik verstoßen wurde.”[1] Der Hamburger Senat stellt fest: Das durch den Einsturz beschädigte Gebäude wurde ohne Genehmigung abgerissen.[2] Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Baugefährdung und wegen des illegalen Abrisses.[3] Unklar ist die Rolle der Bauprüfabteilung des Bezirks Mitte: Warum wurde der illegale Abriss nicht aufgehalten? Warum wurde bei so zahlreichen Verstößen kein Baustopp verhängt? Weiterlesen

Bene Elbe

Huch dachte ich heute morgen, als ich am Fischmarkt in Richtung St. Pauli ging: “Bene? Da lang?”

Führt mich das zu einem Torwart-Training am Strand? Oder ist das Protest eines Tschauner Fans, oder gar Paddy Borgers Rache?
“Alle wollen dasselbe, Bene in die Elbe”.

Nee, sicher nicht, dachte ich bei mir. Nicht nach dem Schub, den Bene Pliquett beim FC St. Pauli gemacht hat in den letzten Wochen … Weiterlesen

ZOMIA BLEIBT: Bauwagenplatz Zomia hat ein neues Zuhause in Altona – vorläufig #Brammerfläche

Eben lese ich in dem Blog der Bauwagengruppe Zomia, dass die versprochene Ausweichfläche in Altona nun von der Bezirksversammlung genehmigt wurde. Aufatmen. Altona hat sein Wort gehalten und es ist der erste Schritt gemacht, die Bauwagen in unser Lebensumfeld in Altonas Sternschanze zu integrieren.

Der Antrag im Einzelnen:
(PDF: Alternativantrag-zur-Drs-XIX-1)

Datum 23.02.2012
Drucksache XIX-

Alternativantrag der Fraktionen von SPD und GAL zur Drs. XIX-1073
Viertelgerechte Entwicklung fu?r die Brammerfla?che einleiten- Zwischennutzung fu?r das Bauwagenprojekt Zomia ermo?glichen
Die sogenannte „Brammer-Fla?che“ ist eine seit mehr als zwanzig Jahren unbebaute Fla?che im Bereich des Schanzenviertels. Der fu?r die Fla?che maßgebliche B-Plan ist 17 Jahre alt, wurde bisher nicht umgesetzt und erfu?llt nicht mehr die gestiegenen Anforderungen an die Stadtentwicklung im Bereich Sternschanze. Aufgrund der besonderen Entwicklungsdynamik des Schanzenviertels ist die Brammer-Fla?che die letzte große Baufla?che, auf der die Zukunft des Viertels aktiv gestaltet werden kann. Durch einen neuen Bebauungsplan fu?r das Areal sollen den Bedarfen im Stadtteil nach studentischem Wohnen, kleinteiligen Angeboten fu?r Existenzgru?nder, Ersatzfla?chen fu?r die von der Schließung bedrohten Musikclubs an der Sternbru?cke sowie nach weiteren kulturellen- und sozialen Nutzungen Rechnung getragen werden.
Im November 2011 haben sich Politik und Verwaltung in Altona kurzfristig bereit erkla?rt, das Bauwagenprojekt Zomia aufzunehmen, nachdem dieses im Bezirk Hamburg-Mitte nicht mehr geduldet wurde. Die Bauwagen sind seither am Holstenkamp untergebracht, wobei von vornherein deutlich wurde, dass es sich hierbei nur um eine kurzfristige Lo?sung handelt.
Im Rahmen von Ortsterminen und zahlreichen Besprechungsrunden wurde seither versucht eine Fla?che zu finden, die von allen Beteiligten akzeptiert wird.
Vor diesem Hintergrund beschließt die Bezirksversammlung Altona:
1. Fu?rdenBereichbegrenztdurchdieStraßenSchulterblatt,Max- Brauer-Allee, Lippmannstraße und die Verbindungsbahn wird ein Bebauungsplanverfahren mit dem Ziel eingeleitet, einen viertelvertra?glichen Nutzungsmix aus studentischem Wohnen, kleinteiligen Fla?chen fu?r Existenzgru?nder, Musikclubs und Platz fu?r weitere kulturelle- und soziale Nutzungen zu schaffen. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten unmittelbar nach der Grobabstimmung einen Aufstellungsbeschluss zu erlassen.
2. DieFinanzbeho?rdewirdgem.§27BezVGaufgefordert,fu?rdie Entwicklung der sogenannten „Brammer-Fla?che“ in enger Abstimmung mit dem Planungsausschuss der Bezirksversammlung Altona und dem Bezirksamt Altona eine Konzeptausschreibung vorzunehmen, die im Sinne des Bebauungsplanverfahrens einen viertelvertra?glichen Nutzungsmix aus studentischem Wohnen, kleinteiligen Fla?chen fu?r Existenzgru?nder, Musikclubs und Platz fu?r weitere kulturelle- und soziale Nutzungen zum Ziel hat.
3. DasBezirksamtwirdgem.§19(2)BezVGaufgefordert,die Zwischennutzung des su?dlichen Drittels der sogenannten „Brammerfla?che“ durch die Bauwagengruppe Zomia bis zum Erreichen der Vorweggenehmigungsreife des Bebauungsplanes, la?ngstens jedoch bis zum 28.02.2014, zu ermo?glichen und vertraglich zu sichern. Sofern die Bauwagengruppe Zomia ihr Projekt nach Abschluss der Zwischennutzung fortfu?hren will, stehen hierfu?r in Altona ausschließlich die bereits gepru?ften und angebotenen Fla?chen (z.B. Parkplatz Gru?n) zur Verfu?gung. Eine erneute intensive Fla?chensuche durch das Bezirksamt wird nicht mehr durchgefu?hrt. Finanzielle Unterstu?tzung fu?r die Herrichtung eines Bauwagenplatzes soll im Bedarfsfall nur einmalig gewa?hrt werden.
4. Diezusta?ndigenFachbeho?rdenwerdengem.§27BezVG aufgefordert, die Zwischennutzung des su?dlichen Drittels der sogenannten „Brammerfla?che“ durch die Bauwagengruppe Zomia gema?ß Ziffer 3 dieses Beschlusses zu ermo?glichen und zu unterstu?tzen.
5. DemPlanungsausschussistzuberichten.
Petitum:
Die Bezirksversammlung wird um Zustimmung gebeten.

Baut das Haus wieder auf! #noBNQ

Bernhard-Nocht-Straße 85/87 – Am Freitag Abend stürzt die Brandmauer eines Gründerzeithauses auf St. Pauli ein. Glücklicherweise wird niemand verletzt. Schon am Abend beginnt man mit den Abrissarbeiten des Hauses, in das 10 St. Paulianische Mieter und die Kneipe Sailors Inn nach der Sanierung wieder einziehen wollten.

Abriss des Hauses an der Bernhard-Nocht-Strasse (noBNQ)
Foto: Abriss des Hauses an der Bernhard-Nocht-Strasse (noBNQ) (cc, by-nc)
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Preiswerte Hafenrundfahrt durch den Hamburger Hafen

Die billigste und beste Hafenrundfahrt hat man immer noch mit den Fähren des HVV/Hadag, die im Liniendienst von Sandtorhöft über die St. Pauli Landungsbrücken, den Altonaer Fischmarkt und Neumühlen nach Finkenwerder fahren. Und Retour. Kein dummerhaftiges Gelaber von gelangweilten Touri-Barkassen-Kapitänen – und Bier gibt es auch. Weiterlesen

Das Versprechen des Innensenators Neumann

Innensenator Michael Neumann war wohl der Überraschungsgast auf dem Treffen am Sonnabend im Centro Soziale, wo sich Fans und Fanvertreter des FC St. Pauli über das weitere Vorgehen und das Aufarbeiten der Vorfälle beim Schweinske Cup trafen.

Senator Neumann kam privat und hinterließ ein Versprechen, – dass man die Vorfälle aufklären wolle. Auf die Frage wie man ihm das Glauben solle, wenn man sieht, wie die Jolly Vorfälle im Sande verlaufen sind, erwiderte er, dass man “überhaupt keine Beweis für seine Glaubwürdigkeit habe, man ihn aber in einem Jahr einen Lügner nennen könne”, wenn die Vorfälle nicht aufgeklärt wären. Er ergänzte “Ich lasse mich an meinen Worten messen, deswegen bin ich hier.” – wie Norbert dokumentiert.