Kategorie: Supporters in action

Diffidati con noi, bedeutet “die Ausgesperrten mit uns”

… und bezeichnet im Fussballkontext die Solidarität mit den Fans die bspw. durch Stadionverbote oder andere Ordnungsmaßnahmen nicht dabei sein können.

Diffidati, die Verwarnten, die Verdächtigten

Ich musste auch googeln, und nun ausgerechnet bei wer-weiß-was bin ich auf die Antwort gestoßen. Nu kann ich kein italienisch, aber weiß genug über die Vorgänge bspw. beim Schweinske Cup, dass Stadionverbote oft willkürlich und wie in unserem speziellen Fall geradezu Unrecht sind. In diesem Sinne ein solidarisches “Diffidati con noi” nach Süden.

Ehrennadeln statt Stadionverbote!

Das Rebellen-Dilemma #JollyRoger

oder “Young Rebels? HarrHarr!”

Jolly Roger Hissflagge
Jolly Roger Hissflagge

“Eine Strafe hier, eine Strafe dort. Das läppert sich zusammen und wird von uns nicht mehr tatenlos hingenommen. Ich erwarte, dass hier ein Umdenken in einigen Bereichen des Stadions und im Umfeld einsetzt. Wenn das nicht ab sofort der Fall ist, werden wir zum Handeln gezwungen“, kündigte er in einer Mitteilung des Vereins Konsequenzen an. “Diese Strafen tun dem Verein verdammt weh und gehen am Ende immer zu Lasten von uns allen. Es ist ein Punkt erreicht, an dem sich alle, die den FC St. Pauli ins Herz geschlossen haben, fragen müssen, ob wir wirklich so weitermachen wollen.” Der Präsident weiß um die Situation des Vereins: “Allen sollte bewusst sein, dass wir uns auf dem Präsentierteller befinden und jede noch so kleine Verfehlung spürbare Konsequenzen für den Verein zur Folge hat.”

Ich zitiere hier das Hamburger Abendblatt einmal länger, auch weil es selbst aus lauter Zitaten besteht. Und eigentlich musste ich als erstes einmal laut lachen: “50 Pfennig hier, 50 Pfennig da, da kommt einiges zusammen”, legte sich mir doch ein Otto Waalkes Sketch über das Gesagte unseres Präsidenten – und tatsächlich, klingt dieses Statement ein wenig lächerlich. Diese Aneinanderreihung von Worthülsen, wilheminischer Großväter und bayrischer Innenminister würdig, sollen dem Boulevard (mit dem hat sich MFC auseinander gesetzt) signalisieren: Wir setzen jetzt mal ein Zeichen, wir, das Präsidium sagen Basta. – Aber zu wem? Weiterlesen

FCSP vs Hansa Rostock: Organisierte St. Pauli Fans supporten vor dem Stadion #acabab #USP

FCSP - ACAB (Graffiti am Altonaer Balkon)
FCSP - ACAB (Graffiti am Altonaer Balkon)

Die Verbotsverfügung der Polizei Hamburg ist inzwischen vom OVG Hamburg vorläufig bestätigt worden, wonach es dem FC St. Pauli verboten wird, Hansa Rostock Gästetickets zu verkaufen. Das Ziel, die Hools unter den Hansa-Fans wegzuhalten allerdings wird wohl nicht erreicht, Hansa Rostocks Fans haben bereits eine Demo gegen “Polizeiwillkür” angemeldet. Auch der FC St. Pauli wehrt sich gegen diesen schlimmen Eingriff in die Freizügigkeit von fußballschauenden Bürgern, so, wie die organisierte Fanszene des FC St. Pauli:

“Als Re­ak­ti­on wird es am Sonn­tag kei­nen or­ga­ni­sier­ten Sup­port oder Ak­tio­nen im Sta­di­on geben. Ein sol­ches Spiel ist nichts wert – es ist eine Farce und eine Ge­fahr! Der Treff­punkt für alle, die sich gegen die Maß­nah­men aus­spre­chen ist der Süd­kur­ven­vor­platz! Die Mann­schaft wird Hansa in die drit­te Liga schie­ßen, den Kampf um den Re­le­ga­ti­ons­platz span­nend hal­ten und wir wer­den drau­ßen dafür ein­ste­hen, dass wir auch in Zu­kunft dahin fah­ren kön­nen, wo un­se­re Mann­schaft spielt.”
… schreibt die basch, Magazin aus dem Umfeld der Ultrà Sankt Pauli. Und ich halte diesen Protest für richtig. Weiterlesen

Braunschweiger Polizei dreht eine Eskalationsstufe weiter: Öffentlichkeitsfahndung nach Pyro-Einsatz #Fortuna

“Chaoten”, der neue Kampfbegriff des Spießbürgertums, werden von der Polizei Braunschweig öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben. Der Vorwurf: Durch den “illegalen” Einsatz von Pyrotechnik hätten sich die Fans von Fortuna Düsseldorf „schwerer Gefährdung durch Freisetzen von Giften“ (Quelle: Express) schuldig gemacht. Die Exekutive dreht die Schraube ein Zahnrad weiter – ein imho unerträglicher Vorgang. Weiterlesen

SAVE MTZ – Sankt Pauli solidarisiert sich mit Minsker Fußballclub #Spendenaktion zum Spiel gegen Union Berlin

AVE MTZ RIPO – SPENDENSAMMLUNG BEIM UNION-HEIMSPIEL

+++ Verbreitet diesen Aufruf über alle Kanäle +++ Beim Heimspiel in die gelben Eimer spenden +++ Entwickelt eigene Ideen +++

Liebe Sankt Pauli Fans!

Eure Solidarität ist gefragt! Spendet für die Rettung des MTZ Ripo!

Der MTZ Ripo ist ein weißrussischer Fußballklub (seit 2009 offiziell Partizan) aus der Hauptstadt Minsk. In den vergangenen Jahren entwickelte sich dort eine antifaschistische Fankurve, die nicht nur einen Freiraum für fußballbegeisterte Jugendliche mit subkulturellem und politischen Hintergrund bot, sondern auch in ihrer Größe und ihrem Organisationsgrad eine absolut positive Ausnahme in einem repressiven, autoritären Staat darstellt und ein Unikum für den gesamten Ostblock ist.

Doch nun droht dem Verein das Aus! Und das wollen wir gemeinsam verhindern! Im Dezember 2011 gab der ehemalige Klubbesitzer und Sponsor Vladimir Romanov seinen Ausstieg bekannt, die Suche nach einem Nachfolger verlief erfolglos. In der von Fans ins Leben gerufenen Rettungskampagne SAVE MTZ wird nun Geld gesammelt, um den Verein retten und für den Spielbetrieb in der Zweiten Liga anmelden zu können. Dafür werden insgesamt 80.000 Euro benötigt (Registrierung in der Liga, laufende Kosten usw.), 10.000 bis zur Mitte dieses Monats. Daran wollen auch wir uns beteiligen!

Aus diesem Grund wird beim Spiel gegen Union Berlin in allen Stadionbereichen gesammelt und wir rufen euch auf, an der Spendenkampagne teilzunehmen! Unterstützt die Rettung des MTZ Ripo!

Es wird im Stadion Sammlungen an den Eingängen geben. Darüber hinaus werden in den verschiedenen Stadionbereichen gelbe Eimer an den Zaun gehängt, in die gespendet werden kann. Helft mit, diese Kampagne in den Tagen bis zum Spiel bekannt zu machen, so dass idealerweise jeder Fan bereits im Vorfeld weiß, was es mit er Aktion auf sich hat und sich beteiligen kann!

Unterstützt die antifaschistische Fans mit dem Blick auf die eigenen Wurzeln unserer Fanszene! Solidarität ist eine Waffe! Linke Fankultur in Minsk darf nicht sterben! SAVE MTZ RIPO!

SPNU via Ultrà Sankt Pauli

Hintergrundinfos kfindet ihr unter anderem hier:
_ Interview in „BASCH“ #11
_ http://savemtz.blogsport.eu
_ http://partizan-minsk.blogspot.de/
Außerdem ist ein Paypal-Konto eingerichtet, auf das ihr ebenfalls Spendenbeträge einzahlen könnt: szymon666@poczta.onet.pl (bitte mit angeben „For MTZ“)

Schlachtfeld Stadion – Fußball und Gewalt

Pünktlich zum Wochenende und dem damit verbundenen ausführlichen Frühstück, ist heute morgen in meinem Podcastclient die neueste Ausgabe von ‘HR2 Der Tag’ reingepurtzelt. Bei dem fulminanten Titel ‘Schlachtfeld Stadion – Fußball und Gewalt’ konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe mir gleich mal die geistigen Ergüsse der Öffentlich Rechtlichen gegönnt. Macht euch euer eigenes Bild. So ziemlich jeder Verein, der in den letzten Monaten in den Medien war, die Polizei, die Vereine, die Ultras, die Hools …. alle kommen darin vor. Würde es so etwas wie Hör-SEO geben, hätte man hier alles richtig gemacht. Ach ja, der FC St. Pauli ist natürlich auch dabei, aber das versteht sich von selbst. Länge 52,31 Minuten.

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ESSO-Häuser: Keine Investoren-Veranstaltung am Millerntor!

Esso Häuser

Was haben ACTA und die Bayrische Hausbau und Corny Littmann gemeinsam? Sie scheuen den öffentlichen Diskurs, möchten lieber alles schön kontrolliert im Hinterzimmerchen ausklüngeln und dann die interessierte und tlw. involvierte und betroffene Öffentlichkeit vor vollendete Tatsachen stellen. Das ist sooo 90er und erregt schon in seiner arroganten Abschottung Widerspruch. Wenn sich dann die Gentrifizierer von Sankt Pauli am Millerntor treffen wollen, gibt es verständlicherweise Widerstand:

grillfest esso haeuser

Anfang Februar ließ die Bayerische Hausbau die Verhandlungen um die Zukunft der Esso Häuser auf der Reeperbahn platzen und verkündete gegen den Willen der AnwohnerInnen den Abriss und Neubau der Häuser in Angriff zu nehmen. Kritik an dieser Entscheidung gab es nicht nur von der Initiative Esso-Häuser, sondern auch von Seiten der Lokalpolitik. Nun tischt der Investor den nächsten Skandal auf und lädt die BewohnerInnen zum Austausch ins Millerntorstadion. Doch AnwältInnen und PolitikerInnen sollen draußen bleiben! – lese ich bei “Mietenwahnsinn stoppen.

Der Fanladen St. Pauli nu auf Facebook

Foto: Fanladen FC St. Pauli (Page auf Facebook)
Foto: Fanladen FC St. Pauli (Page auf Facebook)

Als dieser kleine Fanclub des magischen Stadtteils in 2008 anfing, seine Gedanken und Infos zum Bezirk und seinem magischen FC St. Pauli auch auf Facebook zu verbreiten, da trafen wir zunächst auf viele ausländische St. Pauli Fans und Besucher – und viel Skepsis in der “etablierten” vulgo “aktiven Fanschaft”.

Das hat sich geändert. Fanclubsprecherrat, die Basch-Redaktion und der Verein selbst sind nun auf Facebook aktiv – und seit kurzem auch das Herzstück der Fanarbeit des FC St. Pauli: Der Fanladen.

Teilausschluss

Der DFB Kontrollausschuss plädiert für einen Teilausschluss der Fans und Zuschauer des FC St. Pauli. Als Strafe für den mißglückten Abrollwurf einer Kassenrolle.

Möglicher Termin für dieses halbtote Spiel (halbes Geisterspiel geht ja schlecht. Halb-Geist ist dann ja wohl sowas, wie ein büschen schwanger) ist das erste Heimspiel nach Verurteilung. gegen Eintracht Frankfurt, die sich über die vermeintlich geistreiche Aufstiegsuntertützung freuen dürften. Sic!

Nach inquisitorischen Maßstäben, ist die Lage eindeutig. Vorbestrafter Fußballverein wird Wiederholungstäter, und Zack. Und ebenso wird es kommen. Zeit, sich gegen diese Willkür zu wehren (formal und nach Außen). Gegen einen Strafbescheid dieser Provinzfürsten muss man sich nu gerichtlich wehren. Eine Chance, diese pseudo-Rechtsprechung aufzubrechen.

Aber was machen, wenn das “Urteil” bestand hat? Was wird gesperrt? Die Süd? Bleiben wir alle vor dem Stadion mit unseren bezahlten Tickets und Dauerkarten? Wäre da Solidarität möglich, zwischen altem Stamm und USP, zwischen Hauptsitzern und Nordsehern?

Eine Art “Kessel Hamburger”, alle, die im Stadion zugeschaut und supportet hätten, singen und tanzen rund ums Millerntor gegen diese Willkür und zum Ruhme unserer Magie, so dass man unseren Gesang noch in Frankfurt hört.

Fast freute ich mich schon auf dieses Szenario. Gegen den modernen Fussball, der uns mit solchen Aktionen nichts wegnehmen kann. Im Gegenteil, aux Armes!